Die Ha Long-Bucht

Steile Karstfelsen ragen aus dem Wasser, so weit das Auge reicht. Wir übernachten auf einem Boot, paddeln mit dem Kanu zwischen den Felsen umher und durchqueren Felshöhlen. Morgens stehen wir früh auf, um den Sonnenaufgang zwischen den Klippen zu sehen. Es hätte von mir aus noch ewig so weitergehen können, die Augen können sich einfach nicht satt sehen an dieser überwältigenden Landschaft der Ha Long-Bucht.

Um die ganze Schönheit der Bucht zu sehen, bleibt kaum etwas anderes übrig, als eine Mini-Kreuzfahrt zu buchen. Wir suchten uns einen Veranstalter aus, der versprach, die Gruppen klein zu halten und nicht dort hinzufahren, wo alle anderen Boote sind, und ließen uns früh morgens abholen und zur Bucht fahren.

Die Stadt Ha Long, die der gleichnamigen Bucht vorgelagert ist, wird gerade (oder schon seit Jahren?) massiv für den Tourismus ausgebaut. Hier kann man kommunistische Fehlinvestitionen par excellence bestaunen, tausende von Hotelblöcken stehen leer und sind schon halb verfallen, auf einem Hügel thront ein Freizeitpark, wo niemand hin will, das Riesenrad steht still. In der Ferne, hinter dem Strand mit ordentlich angepflanzten Palmen und verlassenen Strandkörben konnte man schon die ersten Felsen im Wasser erahnen.

Wir steigen auf unser Boot, unten eine Handvoll Kabinen und oben eine kleine Bar, ein Esszimmer und ein Sonnendeck, alles sehr nett und übersichtlich. 18 Menschen sind wir, die jetzt für zwei Tage ein Boot und einige wunderschöne Ausblicke teilen werden. Ich fühle mich ein bisschen spießig, das verfliegt aber, als wir kurz nach dem Einchecken in einem Kanu sitzen und um die Felsen herumpaddeln.

Wir gehen auf einem der Felsen an Land. Man kann auf der einen Seite durch eine weiträumige Höhle in den Felsen laufen. Diese öffnet sich auf der anderen Seite mit einem fantastischen Blick auf die Felsen.

Wir legen nochmal an einem Felsen an und laufen durch eine weitere Höhle, diesmal findet sich auf der anderen Seite eine wunderschöne kleine Bucht mit Sandstrand. Man könnte schwimmen gehen, aber es ist schon recht spät und Nordvietnam ist um diese Jahreszeit nicht gerade warm, also belassen wir es dabei, die Schönheit der Bucht zu bewundern.

Als wir wieder auf dem Boot sind, gibt es Abendessen (die ganzen Extra-Gerichte, die ich als einzige Vegetarierin bekomme, hätten für drei Menschen gereicht), eine heiße Dusche und Cocktails. Am nächsten Morgen sind wir um halb 6 auf dem kalten Außendeck, um den Sonnenaufgang zu bewundern.

Nach dem Frühstück fahren wir auf zwei weitere Inseln (das Programm ist gut durchgetaktet). Auf der ersten gibt es eine Treppe bis auf die Spitze des Felsens, von dort aus hat man einen großartigen Ausblick über die Bucht.

Auf der zweiten Insel laufen wir noch einmal durch eine sehr große, gut ausgebaute Höhle.

Anschließend fuhren wir zurück in die Stadt und verabschiedeten uns von unseren Mitreisenden und dem Boot. Der Bus, der die restlichen Leute nach Hanoi zurückbrachte, stoppte an einer Kreuzung, von der aus wir zu einem anderen Fährterminal kamen. Wir wollten uns noch nicht ganz vom Meer verabschieden und fuhren deshalb zur nahegelegenen Cat Ba-Insel. Die Aussicht vom Boot aus ließ uns noch einmal die unfassbare Schönheit der Bucht bewundern.

Ein Gedanke zu “Die Ha Long-Bucht

  1. Ha Long-Bucht, hat man schon mal gehört, so unvorstellbar schöne Bilder, wie muss es erst sein, wenn man das erlebt.
    Und die Koje auf dem Schiff, so nett.
    Vati ist mal wieder begeistert

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