Kong Lor Caves

Meine letzte Station in Laos waren die Höhlen von Kong Lor. Allein der Name verursacht schon Ehrfurcht, neben dem Wissen, dass man fast eine Stunde in vollkommener Dunkelheit in einem kleinen Boot durch die Höhle fahren kann. Nebenbei übernachtet man in einem kleinen Dorf und hat die Gelegenheit, die Menschen und örtlichen Transportmittel aus nächster Nähe kennen zu lernen.

Die Anreise zu den Höhlen verlief recht problemlos. Ich nahm einen Bus in eine Stadt in der Nähe, stieg an einer Kreuzung aus und nahm von dort aus ein Tuktuk. Nach einem einstündigen Zwischenstopp, bei dem Waren und Passagiere ausgetauscht wurden, ging es weiter bis nach Kong Lor. Ich fand eine Unterkunft mit schönen und bezahlbaren Bungalows. Es war schon spät, deshalb verbrachte ich den Abend in der Hängematte. Am nächsten Morgen war ich zum Sonnenaufgang wach und sah, wie die Felder bewirtschaftet wurden, solange es noch nicht zu heiß war.

Die Bootsfahrt durch die Höhlen am nächsten Tag war wundervoll. Zwei bis drei Menschen passen in ein Boot, plus ein Bootsmann, der durch die Dunkelheit navigiert. Ich fuhr mit einer französischen Familie mit zwei kleinen Kindern. Am Eingang sieht man noch ein wenig Tageslicht, aber nach einer Minute bewegt man sich durch vollkommene Dunkelheit. Man trägt Stirnlampen, die einen kleinen Lichtpunkt erzeugen. So bekommt man zumindest einen Eindruck von den beeindruckenden Ausmaßen der Höhle. Zwischendurch steigt man aus und läuft auf weichen Sandbänken an beleuchteten Steinformationen entlang.

Die Bootsmänner ziehen die Boote durch eine kleine Stromschnelle flussaufwärts, dann geht die Fahrt weiter. Nach über einer halben Stunde erreicht man den Ausgang auf der anderen Seite. Hier kann man sich zwei Stunden umschauen, bevor es weitergeht. Ich lief an einer staubigen Straße entlang und dann in einen Wald, in dem es Orchideen, Vögel und Insekten zu sehen gab.

Dann saß ich noch eine Weile am Flussufer, beobachtete die Wasserbüffel und unterhielt mich mit den Bootsmännern, bevor es weiterging, den selben Weg zurück.

In dem türkisen See, der vor der Höhle lag, konnte man noch eine Runde schwimmen. Dann ging ich zurück zum Dorf, der Weg führt durch einen Wald, der im Abendlicht wundervoll beleuchtet war.

Ich schaute mir das Dorfleben an, überall Hühner, Kühe, Wasserbüffel und Felder. Am nächsten Morgen machte ich mich frühmorgens auf den Weg zur vietnamesischen Grenze.

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